Das blaue Wunder: Der gemeine Natternkopf

Alle fliegen auf ihn!

Natternkopf


Wir können ohne Übertreibung sagen, dass der Natternkopf in den Summenden Gärten die Nummer Eins bei den Bestäuberinsekten ist.

Über 30 verschiedene Wildbienen fliegen den gewöhnlichen Natternkopf an, daneben  Honigbienen und zahlreiche Schmetterlinge wie der schöne Schwalbenschwanz und der zarte Bläuling. Das Besondere: Die Blütenpollen des Natternkopfes sind leuchtend blau, somit surren die Bienen mit blauen Pollenhöschen wieder ab.

Natternkopf


Die karge Schönheit vom Schotterplatz

Der Natternkopf (lateinisch: Echium vulgare) fühlt sich an ungewöhnlichen Orten sehr wohl: und zwar dort, wo Schotter liegt, Schutt, Kiesel und Sand. Eigentlich für viele ein „Problemort“ oder „Schandfleck“ im Garten. Der Natternkopf liebt ihn, weil solch ein Standort ist besonders nährstoffarm und trocken ist. Er wächst allerdings auch in ganz normaler Gartenerde.

Aussaat und Pflege: mühelos!

Der Natternkopf ist zweijährig: Im ersten Jahr nach der Aussaat bildet er lediglich die Blätter aus. Sie verschrumpeln dann im Winter ein wenig, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass er dann im zweiten Sommer in voller leuchtend blauer Blüte erstrahlt. Von da an muss man sich nie mehr um ihn kümmern, denn der Natternkopf sät sich von selbst aus. Vorausgesetzt, der wärmeliebende Natternkopf findet genügend Sonne. Einmal angesiedelt, verlangt er nie mehr irgendeine Düngung oder Pflege, sondern bereitet von da an einfach nur Freude.


Insektenfreundliche Pflanze der Zukunft?

Sollten wir künftig tatsächlich, wie prognostiziert, lange und heiße Sommer kriegen, wird der Natternkopf einer der Gewinner sein. Er gehört zu den Pflanzen, die mit langen Durststrecken und andauernder Sonneneinstrahlung bestens klar kommen.

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